Fachportal Immobilien
  • Home
  • Automatisierung & KI
  • Immobilien
  • Bauen
  • Wohnen
  • Garten
  • Handwerk
No Result
View All Result
Fachportal Immobilien
  • Home
  • Automatisierung & KI
  • Immobilien
  • Bauen
  • Wohnen
  • Garten
  • Handwerk
No Result
View All Result
Fachportal Immobilien
No Result
View All Result
Home Immobilien

Wie sich Nachhaltigkeitszertifikate (DGNB, LEED, BREEAM) auf den Immobilienwert auswirken

by Redaktionsteam
24.11.2025
in Immobilien, Wohnen
0
3
SHARES
23
VIEWS
Share on FacebookShare on Twitter

Inhaltsverzeichnis

Toggle
  • Die steigende Relevanz von Nachhaltigkeitszertifikaten auf dem Immobilienmarkt
    • You might also like
    • Virtuelle Besichtigungen: Der Schlüssel zu mehr Interessenten
    • Automatisierte Prozesse, die jeder Immobilienmakler kennen sollte
    • KI für Makler: So steigern Sie Ihre Immobilienverkäufe automatisch
  • Die wichtigsten Nachhaltigkeitszertifikate im Überblick
  • DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  • LEED – Leadership in Energy and Environmental Design
  • BREEAM – Building Research Establishment Environmental Assessment Method
  • Direkte Auswirkungen auf den Immobilienwert
  • Höhere Verkaufs- und Mietpreise
  • Geringerer Leerstand und schnellere Vermietung
  • Höhere Wettbewerbsfähigkeit und längerfristige Wertentwicklung
  • Geringere Betriebs- und Instandhaltungskosten
  • Bessere Finanzierungskonditionen
  • Unterschiede zwischen den Zertifizierungssystemen in Bezug auf den Immobilienwert
  • Marktakzeptanz und regionale Verbreitung
  • Zertifizierungskosten im Verhältnis zum Wertzuwachs
  • Häufige Fragen zu Nachhaltigkeitszertifikaten im Immobilienbereich

In einer Ära, in der Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt, spielen Nachhaltigkeitszertifikate wie DGNB, LEED und BREEAM eine immer wichtigere Rolle auf dem Immobilienmarkt. Diese Zertifizierungen beeinflussen nicht nur die ökologische Bilanz von Gebäuden, sondern haben auch signifikante Auswirkungen auf deren wirtschaftlichen Wert. In diesem Artikel untersuchen wir, wie sich diese Nachhaltigkeitszertifikate konkret auf den Immobilienwert auswirken und welche strategischen Vorteile sie Eigentümern und Investoren bieten können.

Die steigende Relevanz von Nachhaltigkeitszertifikaten auf dem Immobilienmarkt

Der globale Trend zu mehr Nachhaltigkeit hat die Immobilienbranche grundlegend verändert. Gebäude sind für etwa 40% des weltweiten Energieverbrauchs und rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Diese Zahlen verdeutlichen die zentrale Rolle, die der Immobiliensektor im Kampf gegen den Klimawandel spielt. Vor diesem Hintergrund haben sich Nachhaltigkeitszertifizierungen als wesentliche Instrumente etabliert, um die Umweltauswirkungen von Gebäuden zu bewerten und zu reduzieren.

You might also like

Virtuelle Besichtigungen: Der Schlüssel zu mehr Interessenten

Automatisierte Prozesse, die jeder Immobilienmakler kennen sollte

KI für Makler: So steigern Sie Ihre Immobilienverkäufe automatisch

In Deutschland und Europa hat das Bewusstsein für nachhaltiges Bauen in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Während 2010 nur etwa 5% der Neubauprojekte nach Nachhaltigkeitskriterien zertifiziert wurden, liegt dieser Anteil heute je nach Marktsegment bei 25-40%. Besonders in Metropolregionen wie München, Hamburg und Berlin werden bei Büroneubauten Zertifizierungen mittlerweile fast standardmäßig angestrebt.

Diese Entwicklung wird durch verschiedene Faktoren vorangetrieben: Strengere gesetzliche Vorgaben, die EU-Taxonomie, wachsende Nachfrage von Mietern nach nachhaltigen Flächen und nicht zuletzt die Erkenntnis vieler Investoren, dass nachhaltige Immobilien langfristig wirtschaftlich vorteilhafter sein können. Die Corona-Pandemie hat diesen Trend noch verstärkt, da Themen wie Gesundheit, Wohlbefinden und Resilienz weiter an Bedeutung gewonnen haben.

Die wichtigsten Nachhaltigkeitszertifikate im Überblick

Um die Auswirkungen von Nachhaltigkeitszertifikaten auf den Immobilienwert zu verstehen, ist es wichtig, die bedeutendsten Systeme und ihre Schwerpunkte zu kennen:

DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Das DGNB-System wurde 2007 in Deutschland entwickelt und hat sich inzwischen international etabliert. Es zeichnet sich durch seinen ganzheitlichen Ansatz aus, der die drei klassischen Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziokulturelles – gleichwertig betrachtet.

Die DGNB-Zertifizierung umfasst sechs Hauptkategorien:

  • Ökologische Qualität (Umweltauswirkungen, Ressourcenverbrauch)
  • Ökonomische Qualität (Lebenszykluskosten, Wertstabilität)
  • Soziokulturelle und funktionale Qualität (Nutzerkomfort, Gesundheit)
  • Technische Qualität (Energieeffizienz, Bauqualität)
  • Prozessqualität (Planung, Bauausführung)
  • Standortqualität (Infrastruktur, Umgebung)

Je nach Erfüllungsgrad dieser Kriterien werden DGNB-Zertifikate in Platin, Gold, Silber oder Bronze vergeben. Eine Besonderheit des DGNB-Systems ist die starke Betonung der Lebenszyklusbetrachtung, die nicht nur die Bauphase, sondern auch den Betrieb und den eventuellen Rückbau eines Gebäudes berücksichtigt.

Das DGNB-System wird in Deutschland am häufigsten angewendet und genießt hier eine hohe Akzeptanz. Bis heute wurden mehr als 7.000 Projekte nach DGNB zertifiziert oder vorzertifiziert.

Bauarbeiten

LEED – Leadership in Energy and Environmental Design

Das aus den USA stammende LEED-Zertifikat ist das international am weitesten verbreitete Nachhaltigkeitszertifikat. Es wurde 1998 vom U.S. Green Building Council (USGBC) entwickelt und fokussiert sich besonders auf Energieeffizienz, Ressourcenschonung und die Reduzierung von CO2-Emissionen.

LEED bewertet Gebäude in neun Kategorien:

  • Standort und Verkehr
  • Nachhaltige Grundstücke
  • Wassereffizienz
  • Energie und Atmosphäre
  • Materialien und Ressourcen
  • Innenraumqualität
  • Innovation
  • Regionale Priorität
  • Integrativer Prozess

Die Gebäude werden mit den Zertifikaten LEED Certified, Silver, Gold oder Platinum ausgezeichnet. Durch seine internationale Bekanntheit ist LEED besonders bei global agierenden Unternehmen und Investoren gefragt. In Deutschland wird LEED oft für Bürogebäude oder Handelsimmobilien gewählt, besonders wenn internationale Mieter oder Investoren angesprochen werden sollen.

BREEAM – Building Research Establishment Environmental Assessment Method

Das britische BREEAM-Zertifikat ist das älteste Nachhaltigkeitsbewertungssystem für Gebäude, das bereits 1990 eingeführt wurde. Es bewertet Immobilien in zehn Kategorien:

  • Energieeffizienz
  • Gesundheit und Wohlbefinden
  • Innovation
  • Flächennutzung
  • Materialien
  • Management
  • Verschmutzung
  • Verkehr
  • Abfall
  • Wasser

Die Einstufungen bei BREEAM reichen von „Pass“ über „Good“, „Very Good“ und „Excellent“ bis zu „Outstanding“. BREEAM ist besonders in Großbritannien und in vielen europäischen Ländern verbreitet. In Deutschland kommt es vor allem bei Projekten internationaler Investoren zum Einsatz, die bereits Erfahrungen mit diesem System haben.

Neben diesen drei führenden Systemen gibt es weitere wichtige Zertifizierungen wie das Schweizer Minergie-Label oder die HQE-Zertifizierung aus Frankreich, die in ihren jeweiligen Heimatmärkten eine bedeutende Rolle spielen.

Direkte Auswirkungen auf den Immobilienwert

Die Frage, wie sich Nachhaltigkeitszertifikate konkret auf den Wert einer Immobilie auswirken, beschäftigt Eigentümer, Investoren und Finanzierer gleichermaßen. Zahlreiche Studien der letzten Jahre haben hier interessante Erkenntnisse geliefert.

Höhere Verkaufs- und Mietpreise

Eine Meta-Analyse der World Green Building Council zeigt, dass nachhaltig zertifizierte Gebäude im Durchschnitt 7-11% höhere Verkaufspreise erzielen können als vergleichbare nicht-zertifizierte Objekte. Bei Mietpreisen liegt der Aufschlag bei etwa 3-8%, wobei hier deutliche regionale Unterschiede zu beobachten sind.

Für den deutschen Markt ergab eine Studie der Universität Regensburg in Zusammenarbeit mit der DGNB, dass DGNB-zertifizierte Büroimmobilien einen durchschnittlichen Mietpreisaufschlag von 4,5% gegenüber vergleichbaren nicht-zertifizierten Gebäuden erzielen konnten. Bei LEED-zertifizierten Gebäuden in deutschen A-Städten wurden sogar Aufschläge von bis zu 6,2% beobachtet.

Diese „grüne Prämie“ variiert jedoch stark je nach:

  • Standort (in Metropolen meist höher als in B- oder C-Städten)
  • Immobilientyp (bei Büro- und Handelsimmobilien ausgeprägter als im Wohnbereich)
  • Zertifizierungsgrad (höhere Zertifizierungsstufen wie DGNB Platin oder LEED Platinum erzielen in der Regel auch höhere Prämien)
  • Marktphase (in angespannten Märkten mit hoher Nachfrage ist der Effekt oft weniger deutlich)

Geringerer Leerstand und schnellere Vermietung

Zertifizierte Gebäude weisen im Durchschnitt eine um 3-7% höhere Vermietungsquote auf als vergleichbare nicht-zertifizierte Objekte. Zudem verkürzt sich die Zeit bis zur Vollvermietung bei Neubauprojekten um durchschnittlich 20-25%. Dies ist besonders für institutionelle Investoren relevant, da Mietausfälle eine erhebliche Belastung darstellen können.

Die geringere Leerstandsquote erklärt sich unter anderem durch die wachsende Zahl von Unternehmen, die aus Nachhaltigkeitsgründen bevorzugt zertifizierte Flächen anmieten. Viele große Konzerne haben inzwischen entsprechende Vorgaben in ihren Immobilienstrategien verankert. So haben beispielsweise Unternehmen wie Siemens, Deutsche Bank oder SAP öffentlich erklärt, bei Neuanmietungen nur noch Gebäude mit entsprechenden Nachhaltigkeitszertifikaten zu berücksichtigen.

Höhere Wettbewerbsfähigkeit und längerfristige Wertentwicklung

Über die direkten Miet- und Preisaufschläge hinaus zeigt sich der Wert von Nachhaltigkeitszertifikaten besonders in der langfristigen Perspektive. Zertifizierte Gebäude sind besser gegen regulatorische Änderungen und Marktveränderungen gewappnet. Dies ist insbesondere im Kontext der sich verschärfenden Klimaschutzgesetzgebung relevant.

Mit der EU-Taxonomie für nachhaltige Investitionen und der Energy Performance of Buildings Directive (EPBD) erhöht sich der Druck auf Bestandsimmobilien. Nicht-nachhaltige Gebäude laufen Gefahr, zu „stranded assets“ zu werden – Vermögenswerte, die aufgrund regulatorischer oder marktbedingter Änderungen vorzeitig an Wert verlieren. Nachhaltigkeitszertifikate können hier als Absicherung dienen und die Zukunftsfähigkeit einer Immobilie dokumentieren.

Eine Studie der Universität Maastricht hat ergeben, dass nachhaltig zertifizierte Gebäude während Marktabschwüngen eine um 10-15% geringere Wertminderung erfahren als vergleichbare nicht-zertifizierte Objekte. Dies unterstreicht die Funktion nachhaltiger Gebäude als krisenresistente Investitionen.

Geringere Betriebs- und Instandhaltungskosten

Ein oft unterschätzter Aspekt der Wirtschaftlichkeit nachhaltiger Gebäude sind die reduzierten Betriebskosten. Studien zeigen, dass zertifizierte Gebäude im Durchschnitt 20-30% weniger Energie verbrauchen als konventionelle Bauten. Auch der Wasserverbrauch kann um 30-50% niedriger ausfallen.

Diese Effizienzvorteile wirken sich direkt auf die Nebenkosten aus, was die Attraktivität für Mieter erhöht und indirekt auch den Vermietungserfolg und damit den Wert der Immobilie steigert. Für Selbstnutzer oder Bestandshalter ergeben sich hieraus erhebliche Einsparungen über den Lebenszyklus des Gebäudes.

Zudem ist bei nachhaltig gebauten und zertifizierten Gebäuden oft ein geringerer Instandhaltungsaufwand zu beobachten. Die bessere Bauqualität und der Einsatz langlebigerer Materialien, die meist Voraussetzung für eine erfolgreiche Zertifizierung sind, führen zu reduzierten Wartungs- und Instandhaltungskosten von durchschnittlich 8-12%.

Bessere Finanzierungskonditionen

Ein zunehmend wichtiger Aspekt ist die verbesserte Finanzierbarkeit zertifizierter Gebäude. Immer mehr Banken und Finanzinstitute bieten günstigere Konditionen für nachhaltige Immobilien an. Diese „grünen Kredite“ oder „grünen Hypotheken“ können die Finanzierungskosten um 10-20 Basispunkte reduzieren.

Beispiele hierfür sind die ING DiBa, die BayernLB oder die Deutsche Bank, die spezielle Finanzierungsprogramme für nachhaltige Immobilien aufgelegt haben. Auch bei der KfW gibt es entsprechende Förderprogramme, die an Nachhaltigkeitskriterien geknüpft sind.

Die günstigeren Finanzierungsbedingungen ergeben sich aus der Risikobetrachtung der Banken: Nachhaltige Gebäude gelten als weniger risikobehaftet, da sie gegen regulatorische Änderungen besser abgesichert sind und eine höhere Marktakzeptanz genießen. Dies führt zu einer besseren Bewertung in den Risikomodellen der Finanzinstitute.

Unterschiede zwischen den Zertifizierungssystemen in Bezug auf den Immobilienwert

Bei der Betrachtung der Werteffekte ist es wichtig, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Zertifizierungssystemen zu berücksichtigen. Jedes System hat seine eigenen Schwerpunkte und wird in unterschiedlichen Märkten unterschiedlich stark wertgeschätzt.

Marktakzeptanz und regionale Verbreitung

In Deutschland genießt das DGNB-Zertifikat die höchste Akzeptanz und ist am weitesten verbreitet. Dies spiegelt sich auch in der Wertentwicklung wider: Eine Analyse des Immobilienberatungsunternehmens JLL zeigt, dass DGNB-zertifizierte Gebäude in deutschen Metropolen die höchsten Mietprämien erzielen, gefolgt von LEED und BREEAM.

Für international agierende Investoren oder bei Immobilien, die an internationale Nutzer vermarktet werden sollen, kann hingegen das LEED-Zertifikat vorteilhafter sein. Es ist weltweit bekannt und wird von internationalen Corporates oft als Standard vorausgesetzt. In Märkten mit starkem britischem Einfluss oder bei Investoren aus Großbritannien kann wiederum BREEAM die beste Wahl sein.

Diese unterschiedliche Marktakzeptanz führt dazu, dass die „grüne Prämie“ je nach Zertifikat und Zielmarkt variieren kann. Für Eigentümer und Entwickler ist es daher wichtig, das für ihren spezifischen Fall optimale Zertifizierungssystem zu wählen.

Zertifizierungskosten im Verhältnis zum Wertzuwachs

Die Kosten für eine Zertifizierung variieren je nach System, Gebäudetyp und -größe erheblich. Für DGNB liegen die reinen Zertifizierungskosten bei Neubauten je nach Größe zwischen 20.000 und 50.000 Euro, bei LEED zwischen 30.000 und 70.000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für erforderliche technische Anpassungen, Dokumentation und Beratung, die das Mehrfache der reinen Zertifizierungsgebühren betragen können.

Die Wirtschaftlichkeit der Zertifizierung hängt daher stark vom erzielbaren Mehrwert ab. Bei hochwertigen Büroimmobilien in Top-Lagen kann sich die Investition in eine Platin- oder Gold-Zertifizierung bereits nach wenigen Jahren amortisieren. Bei kleineren Objekten oder in B- und C-Lagen kann sich hingegen eine niedrigere Zertifizierungsstufe oder der Verzicht auf eine formale Zertifizierung bei gleichzeitiger Umsetzung nachhaltiger Baustandards als wirtschaftlicher erweisen.

Eine Kosten-Nutzen-Analyse sollte daher immer Teil der strategischen Entscheidungsfindung sein, um Investitionen gezielt zu steuern, Risiken zu minimieren und langfristig profitables Wachstum zu sichern. Durch eine sorgfältige Bewertung aller relevanten Faktoren lassen sich nicht nur unnötige Ausgaben vermeiden, sondern auch effiziente Prozesse, höhere Produktivität und ein klarer Wettbewerbsvorteil erzielen. Unternehmen, die regelmäßig eine umfassende Kosten-Nutzen-Analyse durchführen, treffen fundiertere Entscheidungen und stärken nachhaltig ihre Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit.

Häufige Fragen zu Nachhaltigkeitszertifikaten im Immobilienbereich

Welchen konkreten Einfluss haben Nachhaltigkeitszertifikate auf den Verkaufspreis einer Immobilie?

Nachhaltigkeitszertifikate steigern nachweislich den Marktwert von Immobilien. Studien der World Green Building Council zeigen, dass umweltzertifizierte Gebäude im Durchschnitt 7-11% höhere Verkaufspreise erzielen als vergleichbare nicht-zertifizierte Objekte. Die Wertsteigerung variiert je nach Standort, Zertifizierungsgrad und Gebäudetyp. In deutschen Metropolen erzielen besonders DGNB-zertifizierte Objekte hohe Aufschläge, während in internationalen Kontexten LEED-Zertifikate oft höhere Preise ermöglichen. Diese grüne Prämie erklärt sich durch die bessere Zukunftsfähigkeit, geringere Betriebskosten und höhere Attraktivität für umweltbewusste Nutzer und Investoren.

Welches Nachhaltigkeitszertifikat bietet in Deutschland das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis?

In Deutschland bietet das DGNB-Zertifikat häufig das vorteilhafteste Kosten-Nutzen-Verhältnis. Es genießt auf dem deutschen Markt die höchste Akzeptanz und erzielt entsprechend die besten Wertsteigerungseffekte. Die Zertifizierungskosten liegen mit 20.000-50.000 Euro zudem unter denen von LEED. Der ganzheitliche Bewertungsansatz der DGNB, der ökologische, ökonomische und soziokulturelle Aspekte gleichwertig betrachtet, entspricht zudem den Anforderungen der deutschen Baupraxis. Für kleinere Objekte oder B/C-Lagen kann eine niedrigere DGNB-Zertifizierungsstufe (Silber statt Gold/Platin) wirtschaftlich sinnvoller sein, da die Mehrkosten für höhere Stufen den zusätzlichen Wertzuwachs übersteigen können.

Wie wirken sich Nachhaltigkeitszertifikate auf die Vermietbarkeit und Leerstandsquoten aus?

Nachhaltigkeitszertifizierte Gebäude weisen deutlich bessere Vermietungskennzahlen auf. Im Durchschnitt haben sie eine um 3-7% höhere Vermietungsquote als vergleichbare nicht-zertifizierte Objekte. Die Zeit bis zur Vollvermietung verkürzt sich bei Neubauprojekten um durchschnittlich 20-25%. Diese verbesserte Marktgängigkeit resultiert aus der wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen Flächen, insbesondere von großen Unternehmen, die Nachhaltigkeitsvorgaben in ihren Immobilienstrategien verankert haben. Konzerne wie Siemens, Deutsche Bank oder SAP berücksichtigen bei Neuanmietungen ausschließlich zertifizierte Gebäude. Die höhere Nutzerqualität und geringeren Nebenkosten erhöhen zusätzlich die Mieterbindung und senken die Fluktuationsrate.

Welche Finanzierungsvorteile bieten Nachhaltigkeitszertifikate für Immobilieninvestoren?

Nachhaltigkeitszertifizierte Immobilien profitieren von deutlich verbesserten Finanzierungsbedingungen. Zahlreiche Banken wie die ING DiBa, BayernLB oder Deutsche Bank bieten spezielle grüne Finanzierungsprodukte an, die Zinsvorteile von 10-20 Basispunkten ermöglichen. Diese Vergünstigungen basieren auf der Risikobewertung der Kreditinstitute: Nachhaltige Gebäude gelten als weniger gefährdet durch regulatorische Änderungen und Marktverschiebungen. Zusätzlich stehen öffentliche Fördermittel wie KfW-Programme zur Verfügung, die die Investitionskosten weiter senken. Die Kombination aus besseren Kreditkonditionen, Fördermitteln und höherer Wertstabilität verbessert die Eigenkapitalrendite und macht zertifizierte Objekte für institutionelle Anleger besonders attraktiv.

Wie unterscheiden sich die Zertifizierungssysteme DGNB, LEED und BREEAM in ihren Auswirkungen auf den Immobilienwert?

Die drei führenden Zertifizierungssysteme zeigen unterschiedliche Werteffekte je nach Markt und Zielgruppe. In Deutschland erzielt das DGNB-System die höchsten Wertsteigerungen, besonders in Metropolregionen wie München oder Frankfurt. Das international verbreitete LEED-Zertifikat bietet Vorteile bei der Vermarktung an multinationale Unternehmen und internationale Investoren, da es weltweit anerkannt ist und vergleichbare Standards garantiert. BREEAM wiederum ist besonders in Großbritannien und bei britischen Investoren wertrelevant. Die Systeme unterscheiden sich in ihren Bewertungsschwerpunkten: Während DGNB einen ganzheitlichen Lebenszyklusansatz verfolgt, legt LEED besonderen Wert auf Energieeffizienz und BREEAM auf Umweltauswirkungen. Die Wahl des optimalen Systems sollte daher standort- und zielgruppenspezifisch erfolgen.

Tags: Immobilienwertnachhaltige Immobilien
Previous Post

Erbpacht 2.0: Warum Kommunen neue Modelle prüfen

Next Post

Urban Mining: Wie Gebäude zu Rohstofflagern werden

Related Posts

Automatisierung und KI

Virtuelle Besichtigungen: Der Schlüssel zu mehr Interessenten

by Redaktionsteam
23.01.2026
Automatisierung und KI

Automatisierte Prozesse, die jeder Immobilienmakler kennen sollte

by Redaktionsteam
12.01.2026
Automatisierung und KI

KI für Makler: So steigern Sie Ihre Immobilienverkäufe automatisch

by Redaktionsteam
12.01.2026
Automatisierung und KI

Automatisierung im Immobiliengeschäft: Prozesse clever optimieren

by Redaktionsteam
12.01.2026
Bauen

Nachhaltige Renovierung im Bestand: Wie man alte Gebäude fit für 2030 macht

by Redaktionsteam
08.01.2026
Next Post

Urban Mining: Wie Gebäude zu Rohstofflagern werden

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

© 2025 - Fachportal Immobilien Impressum Datenschutzerklärung

No Result
View All Result
  • Home
  • Automatisierung & KI
  • Immobilien
  • Bauen
  • Wohnen
  • Garten
  • Handwerk

© 2025 - Fachportal Immobilien Impressum Datenschutzerklärung